ADHS Paralyse: Eine ungewöhnliche Herangehensweise für Frauen mit ADHS

Die ADHS Paralyse oder Lähmung

ADHS fängt dich oft in einem Kreislauf überwältigender Gedanken ein, aus dem es schwer ist, auszubrechen. Der ständige Kampf, dies zu überwinden und gleichzeitig deinen aktuellen Zustand zu akzeptieren, kann sich wie eine endlose Schleife anfühlen. Wenn du eine Frau mit ADHS bist, kennst du dieses Gefühl vielleicht nur allzu gut.

Ich verstehe genau, was du durchmachst, denn ich erlebe es selbst. Als Frauen mit ADHS sind wir Meister darin, uns selbst enormen Druck zu machen – wenn selbst auferlegter Stress eine olympische Disziplin wäre, würden wir jedes Mal Gold gewinnen.

Du kennst das wahrscheinlich:

Du wachst nach einer unruhigen Nacht auf und fühlst dich alles andere als erholt. Du erinnerst dich an das Versprechen, das du dir am Vorabend gegeben hast: „Morgen werde ich diese Aufgabe erledigen, ich werde es schaffen...“ Doch im Laufe des Tages passiert nichts. Dein Geist geht in einen Freeze-Modus, und dein Körper fühlt sich gelähmt an. Halb funktionsfähig balancierst du am Rande der Tränen.

Du bist nicht allein damit.

Selbst als ADHS-Coach finde ich mich oft in diesem Zustand wieder und erlebe dieselbe Lähmung, bei deren Bewältigung ich anderen helfe.

Warum sich die Überwindung der ADHS Paralyse unmöglich anfühlt

Die Überwindung dieses Lähmungszustands kann wie eine riesige Aufgabe erscheinen, wenn du mittendrin steckst. Manchmal fühlt es sich gut an, sich durchzukämpfen und die Gedanken des Zweifelns und der Selbstabwertung zu ignorieren. Doch dieser Ansatz funktioniert nicht immer.

Als Frau mit ADHS bist du wahrscheinlich sehr selbst-reflektiert und hast bereits viel persönliches Wachstum durchlebt und geleistet. Du ertappst dich bestimmt öfter dabei, eine Form der Selbsttherapie zu betreiben und zu versuchen, dich durch einschränkende Überzeugungen oder mentale Barrieren hindurchzudenken.

Während dieser kognitive Ansatz manchmal funktionieren kann, kann er auch zu überwältigenden Emotionen führen, denen du dich möglicherweise nicht gewachsen fühlst.

Was du tun kannst, wenn gar nichts hilft

Die meisten Methoden implizieren, dass du dich von Unbehagen befreien musst. Es ist natürlich, dem Feststecken entkommen zu wollen, aber was wäre, wenn du einen anderen Ansatz probierst?

Anstatt zu versuchen, diesen Zustand zu ändern, was wäre, wenn du dich darin vertiefst? Das Feststecken annehmen, das Feststecken werden und es vollständig verkörpern. Es mag beängstigend klingen, aber es bedeutet auch, dass du dich nicht zwingen musst, dich zu ändern.

Als neurodivergente Frauen haben wir oft das Bedürfnis, uns ständig anzupassen. Wäre es nicht erfrischend, einfach du selbst zu sein, mit all diesen großen Gefühlen?

Der Mythos vom “richtigen” Mindset

Viele Coaches betonen die Bedeutung der richtigen Einstellung oder des MINDSET. Aber das Leben ist nicht schwarz und weiß. Wenn du Schwierigkeiten hast, diese sogenannte „richtige Einstellung“ zu erreichen, warum versuchst du nicht, die Aufgabe auch ohne dem richtigen Mindset zu erledigen?

Während die richtige Einstellung die Dinge erleichtern kann, sollte es nicht das Ziel sein, sich dazu zu zwingen. Wenn der Versuch, die richtige Einstellung zu erreichen, dich tatsächlich daran hindert, Aufgaben zu erledigen, dann tust du dir damit absolut keinen Gefallen.

Fazit: Befreie dich vom Mindset-Aberglaube

Das “richtige” Mindset ist keine Voraussetzung für Erfolg. Befreie dich von der Vorstellung, dass du deine Träume nur verwirklichen kannst, wenn dein Geist perfekt ausgerichtet ist. Erledige die Aufgabe – auch wenn du traurig, verärgert oder wütend bist – und irgendwann wird dein Geist folgen.


ADHS Paralyse: FAQs

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Kate

ADHD Coaching for creative and successful women

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